Global Awakening —Spiritualität als Marketingstrategie

Alles, was hilft.

Bei der Gestaltung von Kommunikation geht es hoffentlich um Problemlösung entlang von Bedürfnissen.

2012 habe ich einen Artikel veröffentlicht, bei dem ich das kreative und wirtschaftliche Potential von Lösungen gesellschaftlicher Probleme durch Unternehmen erläutert habe. So bietet dieser Ansatz eine Gelegenheit seine eigene Kernkompetenz authentisch unter Beweis zustellen, anstatt diese lediglich zu behaupten. Erst recht vor dem Hintergrund nicht nur Gutes zu tun und darüber zu berichten, sondern sich — entlang des Zeitgeists — dabei beobachten zu lassen.

Das gilt unter Social Media auch weiterhin. Bloß findet in meinen Augen aktuell ein kultureller Wandel statt.

Loslassen.

So verschiebt sich Optimierung und werte-orientierte Sinnstiftung vom Kollektiv hin zum Individuum.

Festmachen möchte ich diese Beobachtung an aufblühenden Lebenseinstellungen wie „Achtsamkeit“ und „Selbstverwirklichung“. Es geht also darum die Ressource Aufmerksamkeit (wieder) auf sich selbst zu richten. Folglich nehmen begleitende Erscheinungen wie Grundeinkommen, Crowd-Funding, Meditation, Coachings, Co-Working, Slow Food, etc. weiter Fahrt auf — was sehr begrüßenswert ist!

Mit dieser neuen Freiheit erklärt sich auch die zunehmende Abneigung gegenüber Technik und digitaler Präsenz — Süchten und Abhängigkeiten im allgemeinen. Somit ist auch das Plattformsterben oder der Ruf nach Dezentralem eine logische Konsequenz.

Das Voranschreiten der Digitalisierung von Prozessen und Strukturen ist in diesem Zusammenhang kein Widerspruch – sofern ein mensch- oder besser gesagt “lebens-zentrierter” Anspruch vorliegt.

Welche Rolle kommt Unternehmen dabei zu?
Welche Probleme gilt es zu lösen?
Und was hat das alles mit Spiritualität zu tun?

Für Unternehmen liegt die Chance darin Menschen bei der Verwirklichung ihrer individuellen Ziele zu unterstützen. Oder zu inspirieren, was diese überhaupt sind — fern ab von Status oder Einkommen. Sich als Marke darüber selbst im Klaren zu sein ist natürlich eine Voraussetzung.

Um mal direkt in den richtigen Flow zu kommen, geht es um Bestimmung — dem Licht, das einen ruft.

Dadurch, dass Unternehmen in der Regel ein Idealbild pflegen, mit dem sich Menschen identifizieren sollen, wird eine geschulte Gleichschaltung bedient. Weder Bildung, noch Politik haben ein Interesse daran, oder meinetwegen die Mittel dazu, die in die Wiege gelegte Einzigartigkeit zu fördern. Wobei doch genau darin das unerschöpfliche (wirtschaftliche) Potential liegt — selbst oder sogar besonders im vermeintlichen Makel.

Unternehmen dagegen besitzen neben Mitteln (Datenreichtum, Spezialisten und Macht) hoffentlich auch ein Interesse daran aufrichtige Beziehungen zu pflegen.

Wie könnte die Entfaltung dieses Potentials vor dem genannten Hintergrund gelingen?

Von „Kill your Ego“ über „You are not your Thoughts“ bis „We are all One“.

Indem Unternehmen eine spirituelle Haltung an den Tag legen und diese in die Kommunikation weitertragen. So zum Beispiel den Blickwinkel auf das Positive lenken, Ängste in Hoffnungen münzen, zum Machen und zur Selbstliebe anregen. Selbstverständlich geht das Ganze noch weitaus breiter, tiefer und abstrakter …

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Im Marketing spukt leider weiterhin das gruselige Gespenst, dass zufriedene Menschen nicht konsumieren. Aber was bedeutet Konsum schon, wenn Besitz, das spirituell oder philosophisch gesehen einen selbst besitzt, stetig an Bedeutung verliert?

Der Nutzen ist relevant und wird von Disziplinen wie der Gestaltung von Service abgefangen.

Damit erstrebenswerte Märkte entstehen oder bereits vorhandenen intensiver genutzt werden, gilt es also bei der Gestaltung von Kommunikationslösungen darauf zu achten, dass Menschen dazu bewegt werden mit sich selbst zufrieden zu sein — oder eben ihre eigenen individuellen Ziele zu verwirklichen. Warum? Weil das Bindung und Empfehlungen erzeugt, als auch in einem neuen Wir-Gefühl mündet.

Erwacht oder erinnert euch

Anton

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